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White star And Lone Wolf "Quadrat 032"

White star And Lone Wolf "Quadrat 032"

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 Quadrat 032:  Was something here before? 2026 
A cooperation from Lia Quirina and Mark Rossell

When i first saw the salt dough works from Lia Quirina i was struck by  how they worked like archaeological artefacts.  underwear ands strange objects baked and preserved in the hot volcanic ash of Pompei or something similar. Because of the general theme this year : To celebrate St Pölten  as home and supporting city to our 80 years existence as Artists Union, and of course 40 years as Capital of lower Austria, the image of all the  archeological digs  that were undertaken over the last 15 years  here in St Pölten came to mind: The human as city man, suddenly confronted with a past, unearthed from the very streets and Marketplaces that we daily walked over, was something that really resonated in me, and thus i wanted to bring that into the exhibition if i could. The title is like a  little notice that a Archeologist might write to himself and pin on the wall as he or she discovered these strange claw like / thin teats and underwear and strange Agglomerations  and wondered, if this truly was the proof of an alien life form, that had been here all along; cohabiting here on Earth and the Proof to be discovered, laying under our very feet.  That the Salt dough works  unearthed in a Seastar form, a white star no less!, have this strange double reading of teat and claw, is for me consistent with Nature as threatening and monstrous: even our sexual organs can seem other-worldly for the opposite sex. This points to the essential in the Human being, as not bound to body, and thus strange: Our body (and Nature itself) as object of Beauty and horror, love and hate, depending on which way the pendulum has swung. That Lia incorporates herself in the alien worm   in a companion video ( QR code is per handy readable) signifies to me that she is very much interested in this alien relationship we have to ourselves.

Mark Rossell Sooß 2026.

 Quadrat 032 War hier früher einmal etwas? 2026 
Eine Zusammenarbeit von Lia Quirina und Mark Rossell

Als ich die Salzteigarbeiten von Lia Quirina zum ersten Mal sah, fiel mir auf, wie sehr sie an archäologische Fundstücke erinnerten – Unterwäsche und seltsame Gegenstände, die in der heißen Vulkanasche von Pompeji oder etwas Ähnlichem gebacken und konserviert worden waren. Aufgrund des diesjährigen Leitthemas – St. Pölten als Heimat und Trägerstadt unseres 80-jährigen Bestehens als Künstlerbund und natürlich als 40-jährige Landeshauptstadt von Niederösterreich zu feiern – kam mir das Bild all der archäologischen Ausgrabungen in den Sinn, die in den letzten 15 Jahren hier in St. Pölten durchgeführt wurden: Der Mensch als Stadtmensch, plötzlich konfrontiert mit einer Vergangenheit, die aus genau jenen Straßen und Marktplätzen ausgegraben wurde, über die wir täglich gingen, war etwas, das mich wirklich bewegte, und so wollte ich das, wenn möglich, in die Ausstellung einbringen. Der Titel ist wie eine kleine Notiz, die ein Archäologe sich selbst schreiben und an die Wand heften könnte, wenn er oder sie diese seltsamen klauenartigen / dünnen Zitzen und Unterwäsche und seltsamen Agglomerationen entdeckt und sich fragt, ob dies wirklich der Beweis für eine außerirdische Lebensform ist, die schon die ganze Zeit hier war; hier auf der Erde mit uns zusammenlebte und deren Beweis, unter unseren Füßen liegend, entdeckt werden sollte. 
 Dass die im Salzteich ausgegrabenen Werke in Form eines Seesterns – und zwar eines weißen Sterns! – diese seltsame doppelte Lesart von Zitze und Klaue haben, steht für mich im Einklang mit der Natur als bedrohlich und monströs: Selbst unsere Geschlechtsorgane können für das andere Geschlecht jenseitig wirken. Dies verweist auf das Wesentliche im Menschen, das nicht an den Körper gebunden und somit fremdartig ist: Unser Körper (und die Natur selbst) als Objekt der Schönheit und des Grauens, der Liebe und des Hasses, je nachdem, in welche Richtung das Pendel ausgeschlagen ist. Dass Lia sich in einem Begleitvideo in den fremdartigen Wurm einfügt (der QR-Code ist per Handy lesbar), bedeutet für mich, dass sie sich sehr für diese fremdartige Beziehung interessiert, die wir zu uns selbst haben.

Mark Rossell Sooß 2026.


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